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Achtung Spoilergefahr!
Es ist mir wichtig, über die Bücher zu schreiben, während ich sie lese. Deswegen kann es vorkommen, dass Spoiler auch in meinen Postings enthalten sind.
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Es sei denn, du liebst Spoiler. Dann ist diese Warnung für dich nicht von Belang. ;-)

Freitag, 2. September 2016

[Rezension] Joanne K. Rowling: »Harry Potter and the Goblet of Fire«

Buchreihe: Band 4 der Reihe "Harry Potter"
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 2003
Genre: Krimi und Thriller
ISBN: 978-0-7475-5442-4
Preis: £ 6.99
Seiten: 796
Verlag: Bloomsbury
Gelesen von: 08.08. - 02.09.2016


Bewertung:
It is summer holidays and soon Harry Potter will be starting his fourth year at Hogwarts School of Witchcraft and Wizardry. Harry is counting the days: there are new spells to be learnt, more Quidditch to be played, and Hogwarts castle to continue exploring. But Harry needs to be careful - there are unexpected dangers lurking ...
Nach gefühlten Ewigkeiten und zwei Umzügen habe ich mir den vierten Band der Harry-Potter-Buchreihe nun auch endlich auf Englisch zu Gemüte geführt.
Ich glaube, es ist über 10 Jahre her, dass ich angefangen habe, mir die Reihe auf Englisch zu kaufen. Seitdem bin ich mindestens zweimal mit den ungelesenen Bänden vier und fünf umgezogen.
Jetzt endlich lese ich die Reihe weiter. Und ich muss sagen: es ging leichter als erwartet. Vor 10 Jahren habe ich mich tatsächlich schwerer getan, alles zu verstehen. Heute fiel es mir wesentlich leichter und als ich mich eingelesen hatte, kam ich sogar recht schnell voran. Um sein Englisch zu üben und aufzubessern, ist diese Buchreihe wirklich total gut. Man muss auch nicht alle Vokabeln auswendig lernen, da sich viele einfach aus dem Zusammenhang ergeben.

Die Bindung des Buches ist leider alles andere als qualitativ. Das ist eigentlich bei allen Bänden dieser Reihe in dieser Ausgabe so. Band drei war mir beim Lesen damals halb auseinander gefallen. Und auch bei diesem Band hier, sind die Ecken des Covers nach einmal Lesen schon sehr abgewetzt. Teilweise waren Seiten auch hier wieder kurz davor sich aus der Bindung zu lösen.
Die Seiten sind extrem dünn. Ich hatte immer Angst eine Seite zu überblättern, weswegen ich mir die Finger beim Umblättern meist anleckte, was jedoch wiederum dazu führte, dass sich die Seiten an den Stellen aufgrund der Feuchtigkeit leicht wellten. Sehr dünne Seiten halt. Auch hatte ich Angst, Seiten versehentlich einzureißen.
Das gräuliche Recyclingpapier der Seiten ist hässlich, fühlt sich leicht rau an, riecht aber dafür zumindest gut.
Der Druck an sich gefällt mir sehr gut. Besonders toll finde ich, dass man am oberen Ende einer Seite immer sieht, in welchem Kapitel man gerade liest. So etwas würde ich mir auch bei deutschen Büchern wünschen.
Die Umschlaggestaltung ist wunderschön. Das ist insgesamt bei dieser Ausgabe der Reihe so: sehr bunt mit einer Zeichnung aus dem Geschehen des Bandes, die aber nicht zu viel spoilert.
Auf der Rückseite des Covers befindet sich ein großes Foto der Autorin vor einem Bücherregal. Gefällt mir persönlich viel besser, als die winzigen Porträtfotos von Autoren, die man sonst in so manchem Buch findet.
Auf der Haupttitelseite sieht man das große Hogwarts-Wappen, das auch wunderschön gestaltet ist - allerdings nur in schwarzweiß, weil es sich hier ja schon um eine Seite auf sehr dünnem Papier handelt. Beim Aufschlagen des Buches bekommt man aber durch dieses Wappen, das Gefühl, als würde man eine Tür nach Hogwarts öffnen.

Mein persönliches Highlight in dem Buch ist das erste Kapitel. Es ist so mysteriös, düster und spannend geschrieben und von der Erzählung so verdammt gut aufgebaut, dass es schade ist, dass der Rest des Buches so ganz anders ist als das erste Kapitel.
Am Ende des Kapitels wacht Harry auf und schwupps ist die Verbindung zu Harry Potter da. Sehr genial gezaubert.
Nach dem ersten Kapitel geht es erst einmal weniger spannend weiter, obwohl das "Geplänkel" doch schon ganz witzig ist. Ich habe es gerne gelesen. Vor allem, als die Weasleys Harry von den Dursleys abholten.
Hermine ist mir in diesem Band gehörig auf die Eier gegangen mit ihrem Hauselfen-S.P.E.W.-Wahn. Ich finde, sie übertreibt maßlos und hätte aufhören müssen, als man ihr sagte, dass es die Hauselfen unglücklich macht, nicht so arbeiten zu können, wie es ihre Natur wünscht. Die Spezies ist einfach so. Und im Prinzip werden die Hauselfen auch bezahlt. Sie bekommen ein Dach über den Kopf und etwas zu essen.
Neu erlebt habe ich das Drama um den Quidditch World Cup. Dieser ganze Terror und Rassismus und das, was nach dem Anschlag kam, lässt sich sehr gut auf unsere heutige Zeit und Situation übertragen. Das finde ich ein bisschen erschreckend. Das und dass Rowling das Buch vor 16 Jahren schrieb - sogar noch vor dem 11. September...
Als ich den Band zuerst las, war es einfach eine Geschichte. Heute, mit mehr Lebenserfahrung, ist der Band überraschend tiefgründig. Und das, obwohl ich immer fand, er ist der schwächste Band der gesamten Reihe.
Rita Kimmkorns Artikel haben mich allerdings immer noch rasend gemacht und heute frage ich mich, warum sie nicht schon längst verklagt wurde, bei dem Mist, den sie andauernd verzapfte. Ich finde es sehr unrealistisch, dass man ihr nicht schon lange das Handwerk gelegt hat.
Der Streit mit Ron und das lange Schweigen zwischen Ron und Harry war völlig sinnlos und nervig. Ron sollte Harry doch eigentlich besser kennen, oder nicht? Es hat mich genervt und frustriert, weil dieser Streit nichts zur Story beigetragen hat, außer Harry noch mehr leiden zu lassen. Erst nach der ersten Aufgabe des Trimagischen Turniers - also nachdem Harry in Lebensgefahr geschwebt hat - entschuldigt sich Ron und sieht ein, was er getan hat. Und ich saß da und fragte mich: "Und was sollte nun der ganze Scheiß?"
Orr, das hat mich so genervt...
Genau wie Harrys Ablehnung Cedric gegenüber nur wegen Cho. Und nur deswegen, weil er nicht auf Cedric hören wollte, hat er es hinausgezögert, sich um die zweite Aufgabe zu kümmern. Neeeerv!
Die Auseinandersetzung nach dem Turnier im Krankenflügel zwischen Dumbledore, McGonagall, Snape und Fudge ging mir auch auf den Sack. Dumbledore hätte diese Auseinandersetzung schon viel früher beenden müssen.
Verwirrend für mich war, dass Harry am Ende mit den pferdelosen Kutschen wieder zurück Richtung Hogwarts Express fährt, ohne jedoch die Thestrale zu sehen, die man ja erst sehen kann, nachdem man jemanden hat sterben sehen. Das fand ich merkwürdig, da Harry zu diesem Zeitpunkt ja schon längst hatte Cedric sterben sehen... Warum sieht er sie erst im nächsten Band zum ersten Mal?
Das ist mir früher nie aufgefallen aber diesmal bin ich sehr drüber gestolpert.

Trotz all dieser Kritik habe ich den Band sehr gerne gelesen und auch, wenn manchmal zwischendurch etwas weniger spannende Stellen vorhanden waren, haben diese mich trotzdem gefesselt.
Joanne K. Rowling hat eine ganz besondere Art, ihre Leser zu verzaubern.

Mein Fazit:
Fesselnde, leichte, englischsprachige Lektüre, die zwar einige Kritikpunkte hat, den Leser aber trotzdem verzaubert.

Kommentare:

  1. Hallo :3

    Schöne Rezi, auch gut nachvollziehbar^^
    Ich fand den 4. Band ebenfalls nicht perfekt, und die Zickereien untereinander gingen schon echt auf die Nerven. Was das mit dem großen Bild angeht, das habe ich auch bei dem einen oder anderen Kingband aus den USA, da ist auch auf dem hinteren Teil des Schutzumschlags ein großes Bild von King drauf.
    Schade, dass wir das nicht auch haben.

    Lg,
    Kira

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    1. Huhu,

      danke dir. :)
      Ich fand den 4. damals echt am schwächsten. Aber es ist ein tolles Gefühl ihn neu zu entdecken. Ich konnte vor allem damals nicht in Worte fassen, warum mir der Band nicht so gefiel. Heute weiß ich das schon eher.
      Das mit den Fotos würde auch ich mir bei deutschen Büchern wünschen. o.o
      Generell mag ich deutsche Bücher aber lieber. Irgendwie mag ich die Qualität lieber. Ist halt was ganz anderes und vermutlich auch Gewohnheitssache.

      LG
      Yuri

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