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Freitag, 13. Mai 2016

[Rezension] Bram Stoker: »Dracula«

Buchreihe: -
Einband: Hardcover
Erscheinungsdatum: 1967
Genre: Klassiker
ISBN: 3-446-17333-1 (ISBN ermittelt; stand 1967 noch nicht im Buch)
Preis: ausgeliehen, damals eigentlich: 9,80 DM
Seiten: 522
Verlag: Hanser
Gelesen von: 02.05. - 13.05.2016

Bewertung:
Die Vampirsage ist seit dem Ende des 18. Jahrhunderts ein Zentralthema der Literatur. Von Lord Byron bis Charles Baudelaire tauchen die nachtschwarzen Blutsauger jenseits von Gut und Böse aus ihren unheiligen Grüften auf. Aber erst der Roman des irischen Schriftstellers und Theateragenten

Bram Stoker
Dracula

hat ihren Ruhm und ihren Schauer unsterblich gemacht. In Millionen Exemplaren auf der ganzen Welt verbreitet, in über 20 Filmen Jahr für Jahr auf der Leinwand zu sehen, führt der blutrünstige Graf aus Transsylvanien sein unheimliches Leben.

In Deutschland war dieser phantastische Roman fast ein halbes Jahrhundert verschollen; ein literarisches Kuriosum, weil es sich hier sicher um einen der spannendsten Romane der Weltliteratur handelt.
Bram Stoker, 1847 in der Nähe von Dublin geboren, war Theaterkritiker und Zeitschriftenherausgeber, bevor er 1878 Manager des berühmten Shakespeare-Schauspielers Henry Irving in London wurde. Er schrieb eine Reihe von Romanen, von denen Dracula international bekannt wurde. Bram Stoker starb 1912 in London.
Jahrelang habe ich geglaubt, dieser Roman kann gar nicht so besonders sein, wie alle sagen. Auch, dass man mir des Öfteren mitteilte, dass das Buch recht schwierig zu lesen sei, aufgrund der vielen Briefe, Telegramme und Tagebucheinträge, in denen dieser Roman geschrieben ist, schreckten mich lange Zeit ab, es zu lesen.
Ich hätte es viel, viel früher lesen sollen. Es ist noch weit besser und besonderer, als das, was ich bisher Positives drüber hörte und las und es liest sich leichter als angenommen - trotz der sehr altbackenen Sprache.
Das Buch ist spannend, bis zur letzten Seite. Dass dieser Roman sicher zu den spannendsten Romanen der Weltliteratur gehört - wie es so schön im Klappentext steht - kann ich nicht bestreiten. Selbst wenn man den Film kennt und weiß, was ungefähr passiert, tut das der Spannung keinen Abbruch. Dass die Briefe und Tagebucheinträge der verschiedenen Figuren im Wechsel die Geschichte erzählen, bringt einen guten Einblick in die Gedankenwelten der verschiedenen Personen. Diese Erzählweise gestaltet den Roman umso abwechslungsreicher, interessanter und spannender und beeinträchtigt auf gar keinen Fall den Lesefluss.
Da man nur langsam die Puzzleteile des Rätsels zusammensetzen kann, genau wie die Protagonisten, erweckt es den Eindruck, als würde man total in die Geschichte hereingezogen und sie an der Seite von Jonathan und seinen Freunden real miterleben.
Dieses Buch kann man nur beruhigt aus der Hand legen, wenn man es durchgelesen hat - vorher liest man immer weiter, wie gebannt.

Mein Fazit:
»Dracula« ist der bisher spannendste Klassiker, den ich je las - Bram Stoker wusste genau, wie man seine Leser in den Bann zieht. Zugreifen! Klare Leseempfehlung. Achtung: Pageturner!

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