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Mittwoch, 27. April 2016

[Rezension] Robert Jordan: »Die Rückkehr des Drachen«

Buchreihe: Band 3 der Reihe »Das Rad der Zeit - Das Original«
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 2013
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-492-70083-2
Preis: geschenkt bekommen
Seiten: 768
Verlag: Piper
Gelesen von: 22.03. - 27.04.2016

Bewertung:
So heftig er sich auch wehrt - Rand al'Thor, der junge Bauernsohn, muß der Wahrheit ins Gesicht blicken: Er ist der Wiedergeborene Drache, jener langerwartete Held, der nach dreitausend Jahren dem Dunklen König die Stirn bieten soll. Die Prophezeiungen der Alten sprechen aber auch vom Grauen, das er über die Welt bringen wird. Nur ihm ist es erlaubt, eine geheimnisvolle Waffe zu berühren - »das Schwert, das kein Schwert ist«. Dennoch versuchen die Gefährten verzweifelt, Rand al'Thor zu warnen: In Tear, im Herzen des Steins, wartet der Dunkle König auf seinen Widersacher ...
Wieder ein sehr spannender Band der Reihe »Das Rad der Zeit«. Man bekommt hier das Gefühl, dass die Geschichte langsam Fahrt aufnimmt und sich immer schneller entwickelt. Am Ende stellten sich mir die Nackenhaare vor Spannung auf.
Im Laufe des Bandes lernt man die anderen Ta'veren kennen. Sie und ihre Stärken und Schwächen und ihre Fähigkeiten. So lernt man Rand aus der Sicht der anderen, seiner Freunde, kennen. Das ist äußerst interessant, denn hier werden dem Leser erst die vielen Facetten klar, die Rand besitzt. Aber auch die anderen Figuren festigen sich immer mehr.
Die Erzählperspektiven wechseln zunächst zwischen Tar Valon und Perrin. Später gibt es insgesamt drei Erzählstränge, die sich am Ende einen.
Sehr geschickt und faszinierend geschrieben.
Eher selten kriegt man in diesem Band Passagen aus Rands Sicht zu lesen. Aber gerade das ist sehr angenehm, da er ja eigentlich der Protagonist der Geschichte ist, um den sich alles dreht. Es ist sehr schön, dass man auch erfährt, was um Rand herum geschieht und wie sich seine Freunde fühlen, was sie erleben und wie sie über ihn denken.
Die einzig negativen Dinge, die mir auffielen, waren die alte deutsche Rechtschreibung, in der das Buch gehalten ist und die mangelnde Kommunikation zwischen den Mädels und den Jungs.
Ersteres finde ich unverständlich, da die ersten beiden Bände in der neuen deutschen Rechtschreibung gehalten sind. Selbst, wenn man davon ausgeht, dass die Buchreihe schon älter ist und damals noch die alte Rechtschreibung herrschte, ist es kein Argument, plötzlich in der Rechtschreibung zu wechseln, wenn doch die ersten Bände in neuer Rechtschreibung verfasst sind. Darüber bin ich anfangs wirklich sehr gestolpert. Es hat lange gedauert, mich daran zu gewöhnen. Ich empfinde hierüber Unverständnis und bin ein wenig verstimmt darüber.
Aber das tut der Geschichte an sich eigentlich keinen Abbruch.
Die mangelnde Kommunikation war schon ein bisschen nerviger. Vor allem der Umgang zwischen den Frauen und Mat. Sie wissen, dass er nichts weiß aber anstatt es ihm zu erklären, wenn er schon nachfragt, behandeln sie ihn wie einen Idioten. Auf der anderen Seite ist er allerdings auch nicht besser. Schimpft über sie und denkt, sie wären total hilflos und müssten beschützt werden, weil sie alleine so gar nicht zurechtkommen... Ich bin mir sicher, dass der Autor das mit Absicht macht, um irgendetwas zu bezwecken. Vielleicht einen Konflikt heraufzubeschwören, der sich über lange Zeit aufstaut. Oder etwas Anderes. Aber es war mir doch ein Dorn im Auge. Allerdings kein neuer Dorn, denn auch diese mangelnde Kommunikation habe ich bereits in den letzten Bänden beobachtet. Ich bin gespannt, was sich daraus letzten Endes entwickelt.
Alles in einem mal wieder ein Glanzstück, was Robert Jordan sich hier geleistet hat. Man merkt, dass er wirklich etwas vom Schreiben verstand. Wirklich schade, dass er viel zu früh gehen musste.

Mein Fazit:
Glänzende, spannende Fortsetzung der Reihe, die den Protagonisten diesmal ein wenig außen vor lässt und seine Gefährten wesentlich intensiver beleuchtet. Macht wahrlich Lust auf mehr.

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