Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Achtung Spoilergefahr!
Es ist mir wichtig, über die Bücher zu schreiben, während ich sie lese. Deswegen kann es vorkommen, dass Spoiler auch in meinen Postings enthalten sind.
Deshalb sei hiermit gesagt:
Jedem ist selber überlassen, ob er oder sie diesen Blog liest! Lesen auf eigene Gefahr.

Es sei denn, du liebst Spoiler. Dann ist diese Warnung für dich nicht von Belang. ;-)

Sonntag, 10. Januar 2016

[Rezension] Robert Jordan: »Die Suche nach dem Auge der Welt«

Buchreihe: Band 1 der Reihe »Das Rad der Zeit - Das Original«
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 2013
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-492-70081-8
Preis: geschenkt bekommen
Seiten: 896
Verlag: Piper
Gelesen von: 01.10.2015 - 10.01.2016

Bewertung:
Das Rad der Zeit dreht sich, Zeitalter kommen und gehen und hinterlassen Erinnerungen, die zu Legenden werden ... In dem abgeschiedenen Dorf Emondsfelde erzählt man sich noch immer die alten Geschichten um den Dunklen König und die Magierinnen der Aes Sedai, die das Rad der Zeit drehen. Niemand ahnt, auch der junge Bauersjunge Rand al'Thor nicht, wieviel Wahrheit in diesen Legenden steckt. Dann jedoch überfallen blutrünstige Trollocs, die Häscher des Dunklen Königs, das Dorf und brennen den Bauernhof von Rands Familie nieder. Die Magierin Moiraine verhilft dem Jungen in letzter Minute zur Flucht. Eine phantastische Reise beginnt, während der Rand in sein Schicksal hineinwachsen wird, der Wiedergeborene Drache und der Retter der Welt zu sein ...
Die Geschichte beginnt zunächst sehr langsam und baut sich erst nach und nach auf. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten, mich in Jordans Schreibstil einzufinden, da er so anders schreibt, als alle anderen Autoren, die ich bisher las, doch jetzt liebe ich diesen Schreibstil.
Von der Geschichte her, wurde ich oft an Tolkiens Buchreihe »Der Herr der Ringe« erinnert. Doch »Das Rad der Zeit« gefällt mir tatsächlich viel, viel besser.
Es ist eine ganz andere Geschichte und lässt sich eigentlich auch nicht mit Tolkiens Werk vergleichen. Nur das Prinzip ist dasselbe. Eine klassische Fantasy-Geschichte.
In der heutigen Zeit eigentlich nichts Besonderes mehr. Aber sie ist so gut erzählt und geschrieben, dass sie mich doch sehr überrascht hat und alle klassischen Fantasy-Geschichten, die ich bisher las, locker in den Schatten stellt.
Vieles ist voraussehbar, vieles jedoch nicht, sodass sich eine faszinierende Balance zwischen Vorahnung und Überraschung ergibt.

Die Charaktere gefallen mir sehr. Sie haben alle ihre Stärken und Schwächen und sind nicht perfekt. Dadurch sind sie sehr facettenreich, wie ich finde. Allerdings wurden sie doch nicht alle ausreichend beschrieben. Ich hoffe, man erfährt in den nächsten Bänden mehr über die verschiedenen Figuren. Gerade über Egwene, aus deren Sicht die Vorgeschichte erzählt wird, würde ich in den nächsten Bänden gerne mehr erfahren. Das blieb in der Hauptgeschichte leider völlig aus und so konnte der Leser einige ihrer Reaktionen nicht nachvollziehen. Allerdings musste ich oft über sie schmunzeln, da sie mich sehr an mich selbst erinnerte.

Das Cover ist wunderschön. Es schillert schön in blaumetallic und erinnert stark an die Originalausgabe, was ja Sinn macht, da die Reihe erstmals in Deutschland so erschien, wie das Original.
Abgebildet ist die Gruppe, die sich auf den Weg nach Tar Valon macht. Das passt super zu der Geschichte, die dieses Buch erzählt.

Mein Fazit:
Eine wunderschöne, klassische Fantasy-Geschichte, die einen epischen Touch hat, der einen erahnen lässt, dass die Reihe legendär wird/ist.

Kommentare:

  1. Ich habe schon vieles vom Buch gehört, obwohl Fantasy nicht meins ist. Ich finde die Kritik ziemlich gut, weil du... sehr differenzierst schreibst und auch das Negative nicht vergisst. Kannst du das "anders" im Schreibstil beschreiben? Hast du herausgefunden, was den Stil so anderes macht?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh, vielen Dank. Mir ist das total schwer gefallen, zu differenzieren, weil mir das Buch so gut gefallen hat. :)
      Hmmm, ich versuche es mal. Es sind halt keine einfachen Formulierungen. Aber auch nicht unbedingt Verschachtlungen. Ich lese sonst immer so einfache Fantasy-Bücher. Jugendbücher. Da sind die Formulierungen kurz und knackig. Hier manchmal ausschweifend ohne langweilig zu sein. Anspruchsvoller. Z.B. hatte ich anfangs manchmal das Gefühl, es fehlt am Ende des Satzes ein Wort, weil ich das so nie selber geschrieben oder gesagt hätte. Aber grammatikalisch war es korrekt.
      Dummerweise habe ich mir das Beispiel nicht aufgeschrieben. :/
      Aber ich hoffe, du kannst mit meiner Beschreibung was anfangen. :)

      Löschen

Vielen Dank, dass du meinen Eintrag gelesen hast und ihn nun kommentieren möchtest!
Bitte beachte, dass ich Spam und Beleidigungen ohne Vorwarnung löschen werde. Überlege dir daher gut, was du schreibst und auch wie. Auch geschriebene Texte haben einen "Tonfall".
Konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge sind jedoch immer gern gesehen.