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Montag, 20. Juli 2015

[Rezension] Lisa J. Smith: »Im Zwielicht«

Buchreihe: Band 1 der Reihe "Tagebuch eines Vampirs"
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 2008
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-570-30497-6
Preis: 7,95€
Seiten: 252
Verlag: cbt
Gelesen von: 13.07. - 19.07.2015

Bewertung:
Über 600 Jahre ist es her, dass die Florentiner Brüder Stefano und Damon aus Liebe zu der schönen Catarina zu erbitterte
n Feinden wurden - und durch Catarinas Fluch zu Vampiren! Doch der Kampf der Rivalen ist noch immer nicht entschieden...

Als Stefano in der amerikanischen Kleinstadt Fell's Church seinem jahrhundertelangen Schattendasein zu entfliehen sucht, begegnet er der faszinierenden Elena - und das Drama von einst scheint sich zu wiederholen. Denn wie Stefano verliebt sich Damon in die Highschool-Schönheit. Doch während sich Stefano verzweifelt  gegen sein Verlangen nach ihrem Blut wehrt, hat Damon es genau darauf abgesehen. Skrupellos versucht er, Elenas und Stefanos Liebe zu zerstören und selbst von ihrem Blut zu trinken...

Uff, ich weiß nicht so genau, wo ich anfangen soll.
Fans meinen, die Serie wäre "vertwilightet" worden. Nein verdammt, finde ich nun überhaupt nicht. Sie nimmt "Twilight" mMn sogar auf die Schippe.
Fans, die das behaupten, haben scheinbar das Buch hier nicht richtig gelesen. Es ist so ... total wie Twilight. Und damit hab ich nun nicht gerechnet, weil die Diskussionen sich immer darum drehen, die Serie sei eben auf Zwang wie Twilight gemacht worden.
Dieses Buch ist jedoch so nervtötend wie Twilight, dass es selbst MIR als Twilight-Fan auf die Eier ging. Und ja, mir ist sehr wohl bewusst, dass die Buchreihe zuerst da war. Ich beziehe mich hier aber auf die Diskussionen zur Serie, die sehr empört waren, weil das Buch ja eben gar nicht so sei; nicht wie Twilight.
Ich frage mich ernsthaft, ob die, die so einen Mist vom Stapel geben, wirklich beide Buchreihen gelesen haben...

"Im Zwielicht" hat mich auf ganzer Linie enttäuscht - und das, obwohl ich mit sehr niedrigen Erwartungen da ran gegangen bin, da ich ja wusste, wie anders das Buch im Gegensatz zur Serie ist.
Die Handlung ist extrem vorhersehbar. Elena nervtötend langweilig, naiv und ... überdramatisiert. Sie ist keine Highschoolqueen, sondern eine Dramaqueen. Ich weiß nicht, ob sich das im Verlauf der Reihe ändert... Ich weiß nur, dass es in diesem Buch extrem auffiel und mich störte. Und ihr "Mimimimi, Stefano hat mich abgewiesen"-Katastrophengehabe ist so ... WUÄRGS!
Gut, ich versteh's ja, dass sie es nicht gewohnt ist, mal für jemanden nicht im Mittelpunkt zu stehen... Aber DAS?! Es wird dargestellt wie ... eine Katastrophe. Als wäre tatsächlich etwas total Schlimmes passiert! Das ist so extrem unglaubwürdig... Uff.
Und dann ... rettet Stefano sie plötzlich. Und das erste, was sie tun, als er sie mit in seine Pension nimmt, ist ... knutschen. O_o Ja, klar doch. Knutschen wir einfach mal mit dem Typen rum, den wir überhaupt nicht kennen, ne?
In der Serie hatte Stefan ja noch Charakter. Hier... hat er irgendwie null Eier. Ist schwach bis unendlich und am Jammern... Kann sich nicht mal beherrschen...
Boah, da lob ich mir Edward. Der kann sich wenigstens zusammenreißen und da ist sein Kampf, Bella nicht anzufallen, zumindest realistisch. =___=
Das ist auch das, was mir nicht gefällt. Das zwischen Elena und Stefano entwickelt sich viel zu schnell. Das ist unlogisch. Das war nicht mal bei Edward und Bella so! Gerade für einen Vampir, der auf Abstand gehen sollte, eben weil er Schwierigkeiten hat, sich zu beherrschen. Der knutscht nicht sofort rum. Der rennt erst mal weg oder versucht sich vorsichtig, ihr zu nähern! Aber nicht Stefano Salvatore. Neeeeein. Steht ihr gegenüber und knutscht sie erst mal leidenschaftlich durch. Ja, nee. Is' klar.
Die Handlung ist ... seltsam... Das Wenige, das passiert, lässt sich leicht erahnen.
Ich hab das Buch ausgelesen und frage mich immer noch: "Worum zur Hölle geht es da nun eigentlich?"
Aber gut, es ist der erste Band von über 10.
Allgemein gesehen erschien mir alles jedoch sehr... oberflächlich. Ich hab den ersten Band gelesen und hab das Gefühl, nur an der Oberfläche gekratzt zu haben.
Den Schreibstil fand ich recht holprig. Und sehr ... kindlich(?). Ja, nicht mal der gefiel mir wirklich.
Trotzdem bin ich neugierig geworden auf mehr. Trotzdem hat mich irgendwie diese Geschichte gefesselt.
Und es gab ja auch doch einiges, was mir gefiel. Damon zum Beispiel. Seine Auftritte. Die erinnerten sehr stark an den Damon aus der Serie am Anfang. Auch wenn er hier als sehr viel böser dargestellt wird. Und, hach, ich liebe das.
Ich hoffe, Damon und Stefano kommen irgendwann wieder so zusammen auf einen Zweig, dass sie Freunde sein können... Aber ich wage es zu bezweifeln.
Stefanos Flashbacks haben mir gefallen. Die waren wirklich interessant zu lesen und haben mich sehr gefesselt.
Ansonsten war alles so ... klischeehaft.
Ich bevorzuge hier tatsächlich die Serie, die so viel tiefgründiger und erwachsener ist.

Mein Fazit:
Fans der Serie oder von Twilight werden hier enttäuscht.
An dieses Buch sollte man mit ganz, ganz niedrigen Erwartungen ran gehen. Nur dann unterhält es evtl. gut.


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