Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Achtung Spoilergefahr!
Es ist mir wichtig, über die Bücher zu schreiben, während ich sie lese. Deswegen kann es vorkommen, dass Spoiler auch in meinen Postings enthalten sind.
Deshalb sei hiermit gesagt:
Jedem ist selber überlassen, ob er oder sie diesen Blog liest! Lesen auf eigene Gefahr.

Es sei denn, du liebst Spoiler. Dann ist diese Warnung für dich nicht von Belang. ;-)

Montag, 26. Januar 2015

[Rezension] J.R.R. Tolkien: »Das Silmarillion«

Buchreihe: -
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 2012
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-608-93819-7
Preis: geschenkt bekommen
Seiten: 547
Verlag: Klett-Cotta
Gelesen von: 08.08.2014 - 19.01.2015


Bewertung:
Es ist die Zeit der Elben!


Das Silmarillion erzählt von den Ereignissen des Ersten Zeitalters - jener fernen Epoche von Mittelerde, auf welche die Helden des Herr der Ringe immer wieder in Ehrfurcht zurückblicken.


Feanor überlegte, wie man das Licht der Bäume, den Glanz des Segensreiches unauslöschlich erhalten könne. Dann machte er sich an ein langes und geheimes Werk... und am Ende schuf er die Silmaril.

Der oben zitierte Buchdeckeltext behandelt nur einen einzelnen Abschnitt des Buches. Tatsächlich beinhaltet das Buch »Das Silmarillion« jedoch die Entstehung der Welt und die verschiedenen Ereignisse und Zeitalter - bis hin zum großen Ringkrieg und dessen Ende.
Hat man dieses Buch gelesen, versteht man weitaus mehr - man erweitert seinen Tolkien-Horizont und man kann auch die Ereignisse im Herr der Ringe mMn weitaus besser nachvollziehen.
Interessant ist es allemal. Aber auch stellenweise leider sehr langatmig und Tolkiens Schreibstil variiert hier leider sehr stark von Abschnitt zu Abschnitt, was bei mir oft den Lesefluss und die Leselust stark beeinträchtigte.
Eine einzelne Handlung - wie zB im Herr der Ringe - sucht man hier vergeblich, da es sich hier eher um eine Art Bericht oder Chronologie handelt.
Dazu wird man - gerade am Anfang - mit Namen und Begriffen bombardiert, die einen schnell überfordern können. Noch dazu kommt, dass einige dieser Begriffe die gleiche Bedeutung haben, was jedoch im Text nicht immer sofort erklärt wird. Auch Namensdopplungen tauchen auf. Namen, die zeitlich viel zu früh auftauchen und die der Leser höchstwahrscheinlich aus einem anderen tolkienschen Werk schon kennt.
Dies führte bei mir sehr oft zu Verwirrungen. Der oft verschachtelte Schreibstil machte das auch nicht leichter und die Tatsache, dass Tolkien offensichtlich ein Fan von Drama war, ließ mich oft sogar ärgerlich oder genervt werden .
Ich kann mich an ein Kapitel erinnern, das quasi einfach nur eine Beschreibung der Karte von Beleriand ist, die sich ohnehin hinten im Buch befindet. Da war ich dann doch schon sehr verärgert, da es in meinen Augen Zeitverschwendung war. Wie Beleriand aufgebaut ist, kann man der Karte entnehmen. Was interessiert den Leser, ob ein Fluss langsam oder eher schnell fließt? Das ist in meinen Augen gänzlich überflüssig gewesen...
Ich war sehr dankbar, dass die Karte hinten im Buch abgedruckt ist. Doch noch viel besser hätte ich gefunden, wenn von allen Örtlichkeiten, an die der Leser während des Lesens reist, eine Karte abgedruckt wäre.
So hätte es mich sehr interessiert zu wissen, wie Númenor oder Valinor ausgesehen haben. Und das sind jetzt nur zwei Beispiele von vielen.
Sehr hilfreich empfand ich vor allem aber das Namensregister, das mir oft dabei geholfen hat, mich zu erinnern, wenn ich gewisse Namen wieder vergessen hatte oder nicht mehr wusste, ein bestimmtes Wort nun schon wieder bedeutete... Ohne das Namensregister wäre ich echt aufgeschmissen gewesen.
Auch die Übersicht der Stammbäume ist sehr interessant anzuschauen. Noch dazu begreift man erst dann, wie viele unterschiedliche Elbenarten es doch gibt.
Am besten hat mir jedoch der Teil um die Ringe der Macht und dem Dritten Zeitalter gefallen. Hier kann man sehr gut und leicht einen Bezug herstellen, da man schon Bekanntes mit einer Vorgeschichte zu verknüpfen lernt.
Und dank diesem Buch ist mir Galadriel tatsächlich ein wenig sympathischer geworden.

Es ist mir anzumerken, dass mir einiges an diesem Werk doch gefallen hat, vieles aber jedoch nicht.
Für mich war es sehr nervenaufreibend dieses Buch zu lesen und deswegen kann ich es nur Leuten weiterempfehlen, die sich für die Thematik interessieren und entweder kompliziertere Kost gerne lesen oder darüber hinwegsehen können.
Für Fans ist das Buch jedoch mMn ein Muss, da man einfach sehr viel über die Hintergründe und die Entstehung der Welt, wie man sie im Herr der Ringe vorfindet, erfährt.

Fazit:
Bei weitem keine leichte Kost - für Fans aber ein Muss!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank, dass du meinen Eintrag gelesen hast und ihn nun kommentieren möchtest!
Bitte beachte, dass ich Spam und Beleidigungen ohne Vorwarnung löschen werde. Überlege dir daher gut, was du schreibst und auch wie. Auch geschriebene Texte haben einen "Tonfall".
Konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge sind jedoch immer gern gesehen.