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Donnerstag, 24. Juli 2014

[Rezension] J.R.R. Tolkien: »Die Kinder Húrins«

Buchreihe: -
Einband: Hardcover
Erscheinungsdatum: 2007
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-608-93603-2
Preis: geschenkt bekommen
Seiten: 333
Verlag: Klett-Cotta
Gelesen von: 27.04. - 16.06.2014


Bewertung:
Aus den ältesten Tagen Mittelerdes, lange vor dem »Herrn der Ringe«.

Die böse Macht Morgoths breitet sich immer weiter nach Beleriand aus. Horden von Orks und der fürchterliche Drache Glaurung bedrohen seine Bewohner... Während Húrin von Morgoth gefangen gehalten wird, nimmt sein tapferer Sohn Túrin den Kampf gegen das Böse auf...

Die Geschichte um Húrins Kinder war ganz okay, auch wenn sie nicht überraschend ist. Daran ist zum größtenteil, denke ich, die Einführung von Christopher Tolkien Schuld, in der vieles aus der Geschichte vorweggegriffen wird. Ich persönlich finde das sehr schade, da die Spannung der Geschichte sich somit nicht vollends ausbreiten kann.
Die Geschichte an sich ist nichts Besonderes. Sie erzählt von Beginn bis Ende das Leben der Kinder Húrins: Túrin und Nienor. Sie haut einen nicht vom Sockel, aber unterhält den Leser dennoch nicht schlecht.
Die Tolkien-typischen Ausschweifungen bleiben in der Geschichte größtenteils weg, da sein Sohn (= Herausgeber) den Text sehr schön zusammengefasst hat. Somit ist der Text manches Mal sehr sprunghaft und es geht zwischendurch oft schnell voran, was für mich sehr gewöhnungsbedürftig war.
Aber nach den ersten Seiten hatte ich mich dran gewöhnt und kam gut voran.

Mit Túrin konnte ich mich bis zum Schluss nicht richtig anfreunden. Seine störrische Art und Weise ging mir ziemlich schnell auf den Keks und man hatte oft den Eindruck, er treffe eigentlich nur falsche Entscheidungen. Und da sitzt man dann vor'm Buch, rauft sich die Haare und denkt sich: "Du verdammter, verbohrter Idiot! Wie wäre es, wenn du einfach mal alles ausspuckst und sagst wie es sich abgespielt hat, anstatt bockig zu werden und abzuhauen??" 
Nienor hingegen, kam jetzt nicht so in den Vordergrund, dass ich mir zu ihr eine Meinung bilden konnte. Für mich war sie schlichtweg nichtssagend.

Sehr positiv in diesem Buch fand ich jedoch die Bilder und Zeichnungen, die auf hochwertigem Glanzpapier im Buch mit eingearbeitet sind und regelrecht eine Augenweide waren und sind.
Weniger positiv fand ich, dass das schöne Cover mal wieder ein Umschlag war. Die meisten Hardcovers heute sind Bücher mit Umschlägen und das finde ich mega nervig. Ich lass die Umschläge dann immer in meinem Bücherregal, weil ich Angst habe, sie zu beschädigen und find es dann doch traurig, zu lesen und kein schönes Cover angucken zu können. Früher war das Cover einfach aufs Buch gedruckt und ich verstehe ganz und gar nicht, warum es heute so weit verbreitet ist, Umschläge anzufertigen.
Naja, aber dafür können sowohl Autor als auch Geschichte nichts. Wollte ich dennoch aber mal gesagt haben.

Mein Fazit:
Unterhaltsame, tragische Geschichte aus Mittelerde, die ganz okay ist, einen aber nicht vom Hocker haut.



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