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Dienstag, 19. November 2013

[Rezension] Timothy Zahn: »Star Wars - Die dunkle Seite der Macht«


Buchreihe: Band 2 der »Zahn-Trilogie«
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 1999
Genre: Science-Fiction
ISBN: 978-3-442-35252-4
Preis: 7,50€
Seiten: 478
Verlag: Blanvalet
Gelesen von: 09.10. - 19.11.2013

Bewertung:
Großadmiral Thrawn setzt seine Angriffe auf die Neue Republik fort, die von innen durch die Wühlarbeit eines imperialen Agenten zunehmend geschwächt wird. Während Han Solo und Lando Calrissian alles daransetzen, die Identität des Agenten zu ermitteln, versucht Prinzessin Leia die mörderischen Noghri als Verbündete zu gewinnen. Auf ihrer Heimatwelt Honoghr stößt sie auf ein schreckliches Geheimnis und ein verdammtes Volk, das nur eine Chance hat, sich vom Imperium zu lösen - um den Preis des eigenen Untergangs.

Eine geniale Fortsetzung des ersten Bandes »Erben des Imperiums«.
Immer wieder tauchten vor meinem geistigen Auge während des Lesens die Figuren aus den Filmen auf. Gemischt mit meinen Vorstellungen der Orte und Figuren, die Timothy Zahn erstmals erschaffen hat.
Dies war schon im ersten Band der Fall, allerdings hier im zweiten Band trat dieses »Star Wars«-Feeling noch einmal verstärkt auf. Vermutlich, weil man drin ist in dieser wirklich genialen Story. Eine richtig gute »Star Wars«-Geschichte.
Auch hält dieser Band einige Überraschungen parat, mit denen ich nicht gerechnet habe, was wiederum alles noch spannender macht.
Gerade gegen Ende des Bandes konnte ich nicht aufhören zu lesen. Es wurde immer spannender. Und das Ende tilgt die Spannung nicht gerade. Im Gegenteil. Als ich das Buch zuschlug, hatte ich am ganzen Körper eine Gänsehaut und das Bedürfnis zum dritten Band zu greifen...
Was mir auch an dieser Reihe gefällt: Es wird immer wieder Bezug auf die Filme genommen. So erinnert sich Leia an den Vorabend der Schlacht um Endor, wo Luke ihr sagt, dass die Macht stark in seiner Familie ist. Und Han erinnert sich an die Flucht vom ersten Todesstern, die viel zu einfach war, weil das Imperium sie entkommen lassen wollte, um durch einen Sender am Millenium Falken nach Yavin geführt zu werden...
Auch die neuen Charaktere gefallen mir. So wird mir Talon Karrde immer sympathischer und Mara Jade macht mich immer neugieriger auf ihre Geschichte und auf die Entwicklung, die sie bereits begonnen hat. Denn wer bittet ausgerechnet den Menschen um Hilfe, den er geschworen hat zu töten? ;-)

Was mir nicht gefällt, ist die Tatsache, dass Leia sich an ihre Mutter erinnert. Die Erinnerung, die sie in »Die Rückkehr der Jedi-Ritter« erwähnt, wird hier aufgegriffen und ausgeschmückt. So kann sie sich an eine Truhe erinnern, in der sie offenbar als Baby geschlafen hat...
Es ist klar, dass dieser Punkt zu der Zeit als das Buch entstand weiter ausgeschmückt wurde. Die Andeutung kam ja aus einem der Filme. Umso saurer macht es mich, dass George Lucas Jahre später alles wieder geändert hat und Leias Mutter bei der Geburt sterben lässt. Mit anderen Worten: Sie KANN sich gar nicht an so eine Szene erinnern, weil sie nie stattgefunden hat.
Aber dafür kann Timothy Zahn nichts. Er hat nur mit dem gearbeitet, was er zu dem Zeitpunkt aus den Filmen an Material hatte. Wer hätte ahnen können, dass der Macher der »Star Wars«-Filme eine Winzigkeit ändern wird (oder einfach nicht mehr weiß)?

Aber das ist nur ein kleiner Punkt, der mich stört, für den der Autor nichts kann und es schadet der Geschichte an sich überhaupt nicht.

Mein Fazit: 
Ich bin weiterhin begeistert von dieser Geschichte und bin sehr gespannt, wie es weiter geht.
Absolut empfehlenswert.



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