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Es sei denn, du liebst Spoiler. Dann ist diese Warnung für dich nicht von Belang. ;-)

Sonntag, 30. Dezember 2012

[Rezension] Wolfgang Hohlbein: »Wir sind die Nacht«

Buchreihe: -
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2010
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-453-53365-3
Preis: 12,99€
Seiten: 606
Verlag: Heyne

Bewertung:
JUNG - REICH - SCHÖN - UNERSÄTTLICH!

Die drei exentrischen Vampirfrauen Lousie, Nora und Charlotte - auf ewig jung treiben ihr nächtliches Unwesen. In einer Edeldisco beißt Louise eines Nachts die zwanzigjährige Lena. Lene muss akzeptieren, dass sie zum Vampir wird. Zunächst genießt sie das wilde Luxusleben, aber als sie sich schließlich in Tom verliebt, kommt der Moment der Wahrheit: Sie muss sich zwischen der Liebe und dem ewigen Leben entscheiden.

Die zwanzigjährige Lena klaut, um sich über Wasser zu halten.
Sie wohnt mit ihrer Mutter in einer heruntergekommenen Bleibe, die mehr schlecht als recht ihren Zweck erfüllt.
Sie ist dazu gezwungen zu stehlen, da das Geld hinten und vorne nicht ausreicht. Noch dazu möchte ihr korrupter Bewährungshelfer regelmäßig Kohle sehen...
Weil besagter Bewährungshelfer sie unter Druck setzt, sieht sie sich gewzungen Maßnahmen zu ergreifen und begibt sich zu einer Edeldisco, um dort an genügend Geld zu kommen.
Doch das Schicksal nimmt seinen Lauf und als auf einmal Louise, die Besitzerin der Disco, auftaucht und sie dann auch noch beißt, ändert sich Lenas Leben schlagartig...
Und dann ist da noch Tom, in den sie sich verliebt und der unwissend dafür sorgt, dass Lena zwischen zwei Welten hin- und hergerissen ist.

Ein Hohlbein-Roman, der mich wirklich gefesselt hat. Ich liebe den Schreibstil des Autors und merkte schon nach kurzer Zeit des Lesens, dass ich ihn tatsächlich vermisst habe.
Die Darstellung der Vampire fand ich ziemlich gut und sogar realistisch und ein paar Mal fühlte ich mich an die »Chronik der Unsterblichen« erinnert.
Am Anfang fand ich es ziemlich irritierend, dass sich der Handlungsort in einer deutschen Großstadt befindet. Aber schnell freundete ich mich damit an und fand das letzendlich sogar ziemlich gut. Eine Abwechslung zu den amerikanischen Vampirgeschichten und somit noch ein wenig ... nunja »näher«. Realistischer.
Die Charaktere gefielen mir alle ziemlich gut. Zwar mochte ich Louise von Anfang an nicht, dennoch fand ich sie sehr gut dargestellt und beschrieben. So ging es mir mit allen Protagonisten. Besonders Charlotte hatte es mir angetan. Sie brachte vor allem die negative Seite des Vampirseins klar zur Geltung - das, was ja auch Lena beschäftigte. In Lena selbst - aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird (allerdings nicht aus der Ich-Perspektive) - konnte ich mich sehr gut hineinversetzen und schloss sie doch ziemlich schnell in mein Herz.
Auch wenn mich die Geschichte um Lena sehr fasziniert hat, fielen mir dennoch Stellen auf, die mir nicht gefielen.
Zum Beispiel gefiel es mir nicht, dass Lena auf einmal Auto fahren kann, obwohl sie nie eine Fahrschule besucht hat, geschweige denn, einen Führerschein hat.
Klar, Automatik + Vampirfähigkeiten... Gut, das kann ich noch gerade eben verstehen, dass sie den Wagen fahren kann.
Aber warum kann sie später im Buch alleine an der Art des Geräusches hören, dass der Fahrer eines vorbeifahrenden Autos in einen höheren Gang geschalten hat?? Das ist doch unlogisch...
Und auch der Anfang des Buches stört mich. Der Flugzeugabsturz aus der Anfangsszene kommt einem total bedeutend vor - aber nirgendwo im weiteren Buchverlauf wird erklärt, warum die drei Vampirinnen sich in diesem Flugzeug befanden... Und es kann auch nicht sein, dass sie mittels des Flugzeuges in die Stadt kamen. Es wurde mehrmals im Buch erwähnt, dass sie schon viel zu lange in der Stadt seien. Und da Lena am Anfang via Smartphone mitbekommt, dass ein Flugzeugabsturz in der Nähe der Stadt stattgefunden hat, ist dieser Grund hinfällig, da nur wenige Tage zwischen dem Anfang und Lenas Begegnung mit Louise vergingen.
Das sind Logiklücken, die nicht hätten sein müssen und dazu führen, dass das Buch von mir nur vier statt fünf goldene Federn bekommt.

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