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Sonntag, 11. November 2012

[Rezension] Susan Hubbard: »Das Zeichen des Vampirs«

Buchreihe: Band 1 der Reihe um Ariella Montero
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: 2010
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-8289-9776-9
Preis: nicht mehr zu ermitteln
Seiten: 410
Verlag: Weltbild

Bewertung:

Bislang hat Ariella sich nicht daran gestört, dass der Vater sie über die Maßen behütet und von der Umwelt abschirmt. Doch als sie 13 wird, spürt sie, wie in ihr eigenartige Veränderungen vorgehen. Sie beginnt, Fragen über sich und ihre Herkunft zu stellen - und kommt allmählich der Wahrheit näher: Ihr Vater wurde kurz vor ihrer Geburt durch einen Biss zum Vampir, und jetzt, in der Pubertät, sieht es ganz so aus, als sei auch Ariella Vampirin.

Eines Nachts wird Ariellas beste Freundin Kathleen ermordet aufgefunden, und vieles deutet darauf hin, dass es ihr Vater war, der an Kathleen seinen Blutdurst gestillt hat. Oder war es Ariella selbst? Als die Polizei zu ermitteln beginnt, nimmt Ariella Reißaus...

Isoliert und wohl behütet wächst Ariella bei ihrem Vater auf. Sie bekommt privaten Unterricht von ihm und geht dadurch nicht einmal zur Schule.
Ihr Leben geht eintönige und geregelte Wege. Doch da Ariella es nicht anders kennt, beschwert sie sich nicht.
Bis kurz vor ihrem 13. Geburtstag die Haushälterin Mrs McGarritt sie mit zu sich nach Hause nimmt. Dort lernt Ariella, wie ein normales Leben ablaufen sollte...
Sie freundet sich mit der Tochter von Mrs McGarrit an - Kathleen. Die beiden können verschiedener nicht sein: Kathleen, ein normaler, sehr oberflächlicher Teenager und Ariella, gebildet, bücherlesend, nachdenklich, tiefgründig - und hat eigentlich nichts für Oberflächlichkeiten übrig.
Doch sie werden die besten Freundinnen.
Nach und nach lernt Ariella immer mehr und wird rebellischer. Sie beginnt das einzufordern, was sie bisher in ihrem Leben versäumt hat.
Doch dann wird Kathleen brutal ermordet und Ariellas Welt bricht vorerst zusammen.
Um sie abzulenken, erzählt ihr Vater endlich die Geschichte, die Ari so lange schon hat hören wollen: Die Geschichte, wie ihre Mutter verschwand.
Kurz darauf - ungefähr zu dem Zeitpunkt als die Ermittlungen um Kathleens Mord beginnen - als ihr Vater auf einem Kongress ist, flüchtet Ari von Zuhause. Sie begibt sich auf die Suche nach ihrer Mutter...

Zunächst hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Es fängt mit einer Szene um Aris Mutter und ihren Vater an und man fragt sich, was das soll - und versteht eigentlich gar nichts.
Auch der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und vermutlich nicht für Jedermann etwas. Denn es ist im Stil von Tagebucheinträgen gehalten. Und zwar in der Art, dass sie auch Fragen stellt, als würde sie mit einer Freundin reden. Es kommen Fragen vor wie: "Geht dir das genau so?" oder "Kennst du das?", die den Leser direkt fragen. Direkt ansprechen. Gegen Ende des Buches wird klar, wieso das so ist.
Doch diese Fragen kann der ein oder andere Leser als nervig und unnötig empfinden.
Ich jedoch fand sie nicht schlimm, was vermutlich damit zusammenhängt, dass ich selber ein sehr nachdenklicher Mensch bin und Tagebücher liebe. Diese Fragen haben mich im Lesen oft innehalten lassen und mich nachdenken lassen, wie das denn bei mir ist. Gerade beim Punkt Synästhesie. (S. 121)
Auch das Wissenschaftliche in diesem Buch und die vielen Zitate aus Büchern oder von berühmten Autoren empfand ich als spannend und sehr interessant. Es hat mich gefesselt und meine Neugierde geweckt. (Noch nie habe ich so viele Zitate in mein Zitat-Büchlein geschrieben!)
Die Geschichte an sich ist auch sehr fesselnd und interessant. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen! In Ariella konnte ich mich gut hineinversetzen. Sie erschien mir vom ersten Moment an sympathisch und dieser Eindruck festigte sich im Laufe des Buches.
Die Theorie der Vampire in dieser Geschichte ist vielleicht nicht komplett neu - aber dennoch mal etwas anderes zu lesen. So wird der Vampir hier nicht als durch seine Fähigkeiten unbesiegbar angesehen, sondern im Gegenteil: Der Vampirismus wird hier als eine Art Gebrechen angesehen, aufgrund der ganzen Schwächen, die ein Vampir hat.
Dies finde ich eine schöne Abwechslung zu den anderen Vampirromanen, die man momentan zwischen die Finger bekommt.
Der Band ist in sich abgeschlossen und hätte ich nicht durch Zufall gesehen, dass es noch einen weiteren Band zu dieser Geschichte gibt, hätte ich weiterhin geglaubt, dass es sich hier um ein Einzelwerk handelt.
Das Buch bekommt von mir die volle Punktzahl!

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