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Achtung Spoilergefahr!
Es ist mir wichtig, über die Bücher zu schreiben, während ich sie lese. Deswegen kann es vorkommen, dass Spoiler auch in meinen Postings enthalten sind.
Deshalb sei hiermit gesagt:
Jedem ist selber überlassen, ob er oder sie diesen Blog liest! Lesen auf eigene Gefahr.

Es sei denn, du liebst Spoiler. Dann ist diese Warnung für dich nicht von Belang. ;-)

Sonntag, 4. November 2012

[Rezension] Otfried Preußler: »Krabat«

Buchreihe: -
Einband: Hardcover
Erscheinungsdatum: 1976 (9. Auflage)
Genre: Jugendbuch
ISBN: 3-401-03610-6
Preis: 0,00€, da Geschenk
Seiten: 251 Seiten
Verlag: Arena

Bewertung:

Als Lehrling kommt der Waisenjunge Krabat in die Mühle am Koselbruch.

Zwölf Müllersburschen erlernen dort von ihrem Meister nicht nur das Handwerk, sondern auch die schwarze Kunst. Alljährlich in der Neujahrsnacht muss einer von ihnen sterben – an Stelle des Meisters, dem dadurch ein weiteres Jahr geschenkt wird. Als es seinen Freund und Beschützer trifft, nimmt Krabat den langen Kampf mit den finsteren Mächten auf.

Krabat, ein Betteljunge, plagen Träume. Träume, die ihn zu einer Mühle nach Schwarzkollm locken. Vergeblich versucht er dem Ruf des Traumes zu widerstehen.
Letztendlich fragt er sich zur Mühle durch und auch die Leute, die sagen, es sei dort nicht geheuer, können ihn von seinem Vorhaben nicht abhalten.
Er wird als Lehrjunge auf der Mühle aufgenommen. Fortan ist er kein Betteljunge mehr. Er hat ein Dach über den Kopf und genügend Essen bekommt er auch. Er kann sich nicht beschweren.
Jedoch merkt Krabat bald, dass etwas auf der Mühle nicht mit rechten Dingen zugeht.
Mysteriöse Todesfälle ereignen sich und eine Fluchtmöglichkeit ist ausgeschlossen.
Doch eine Möglichkeit hat er zu entkommen. Die Liebe eines Mädchens...

Vor 17 Jahren versuchte ich das letzte Mal dieses Buch zu lesen. Auf Seite 12 kriegte ich dann das Grauen, klappte das Buch zu und suchte Schutz/Trost bei meiner Mutter.
Nun habe ich das Buch nach so langer Zeit endlich durch gelesen. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich stolz auf mich, das geschafft zu haben.
Allerdings traute ich mir das auch erst zu, nachdem ich den Film anschaute...

Zunächst hatte ich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Es wird eine eher alte und heute ungebräuchliche Ausdrucksweise benutzt, die mir nicht leicht fiel zu lesen.
Doch nach einiger Zeit kam ich dann rein und die Geschichte fesselte mich.
Es ist kein Wunder, dass ich als 8-jähriges Mädchen nicht weiterlas.
Die Geschichte ließ mir das eine und andere Mal kalte Schauer über den Rücken jagen.
Aber nichtsdestotrotz ist es eine wirklich tolle Geschichte! Man findet mit Krabat zusammen heraus, was vor sich geht. So langsam aber sicher. Der Schauder und das Mysteriöse liegen jedoch die ganze Zeit in der Luft - und das macht das Buch so spannend.
Es ist geheimnisvoll bis zum Schluss. Und man ist am Ende froh, als das Grauen endlich ein Ende hat und die Mühlknappen alle frei sind...
Hier ist auch schon der einzige Kritikpunkt: Das Ende.
Ich fand es viel zu kurz und hatte mir mehr erhofft. Es war ein bisschen zu platt. Ich hätte mir etwas Tiefgründigeres gewünscht.
Auch hätte ich mir gewünscht, dass Krabat (und der Leser) am Ende doch erfahren, wie die Kantorka denn nun letztendlich heißt.
Aber das blieb ebenfalls aus. Fand ich schade.
Dennoch kann ich das Buch jedem getrost weiterempfehlen. Ich finde, das ist ein Buch, das man mal gelesen haben muss.

Eine weitere Empfehlung ist das Musikalbum »Zaubererbruder - Der Krabat-Liederzyklus« von ASP. Die Band hat die Geschichte um Krabat und dem bösen Meister wahnsinnig gut umgesetzt. Und hört man die Musik, während man das Buch liest, versinkt man komplett in die Geschichte.

Kommentare:

  1. du hast kein Leben, weil du bücher liest und als ob ich so einen langen Text lese

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    1. Ich denke eher, du hast kein Leben, sonst würdest du deine Zeit für etwas Besseres verschwenden, als fremde Leute in ihren Blogs zu beschimpfen.

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  2. Antworten
    1. Tolles Deutsch, was du da von dir gibst. ^^
      Und schön mutig von dir, auch noch anonym zu schreiben.

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