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Achtung Spoilergefahr!
Es ist mir wichtig, über die Bücher zu schreiben, während ich sie lese. Deswegen kann es vorkommen, dass Spoiler auch in meinen Postings enthalten sind.
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Jedem ist selber überlassen, ob er oder sie diesen Blog liest! Lesen auf eigene Gefahr.

Es sei denn, du liebst Spoiler. Dann ist diese Warnung für dich nicht von Belang. ;-)

Freitag, 26. Oktober 2012

[Rezension] Charlotte Link: »Am Ende des Schweigens«

Buchreihe: -
Einband: Paperback
Erscheinungsdatum: Januar 2006
Genre: Krimi
ISBN: 978-3-442-46083-0
Preis: 9,95€, hab es allerdings via Buchjulklapp bekommen
Seiten: 602 Seiten
Verlag: Goldmann

Bewertung:

Stanbury - ein kleines Dorf im Westen Yorkshires. Eine eigenwillige, romantische Landschaft, die einst die Heimat der Brontë-Schwestern war. Und der Ort, an dem drei eng befreundete deutsche Ehepaare seit Jahren ihre Ferien verbringen. Doch die Harmonie trügt. Eines Tages wird das idyllische Anwesen Stanbury House zum Schauplatz eines furchtbaren Verbrechens. Ein Verbrechen, das ein jahrelanges Schweigen beendet - und das die Überlebenden mit ihrer ganzen persönlichen Wahrheit konfrontiert...

Drei Ehepaare, von denen die Männer seit Jahren beste Freunde sind, verbringen ihre Osterferien - wie viele Ferien zuvor - an ihrem geliebten Ferienort Stanbury in West-Yorkshire.
Alle kennen sich seit Jahren und sind wie eine Familie. Nur Jessica ist erst ein Jahr dabei. Sie heiratete den geschiedenen Alexander Wahlberg. Seine Exfrau hatte die Scheidung eingereicht. Der Grund: Alexanders Freunde... Auch Ricarda - Alexanders Tochter - ist mit von der Partie. Sie scheint aber alles in Stanbury abzulehnen und der neuen Frau ihres Vaters gegenüber versteckt sie ihren Hass nicht.
So nach und nach spürt Jessica, dass etwas mit den Freunden nicht in Ordnung ist... Und sie beginnt vieles zu hinterfragen und eigene Wege zu gehen.
Das passt der Hausbesitzerin Patricia überhaupt nicht, denn die lebt nach dem Prinzip, dass alles wie immer sein muss. Dass sie alle immer zusammen etwas unternehmen und dass alles perfekt sein muss. Auch Ricardas Alleingänge regen sie zunehmend auf. Ganz zu schweigen von dem Fremden, der sich als ein enger Verwandter von Patricia vorstellt und Anspruch auf das Haus, welches Patricia vor vielen Jahren erbte, erhebt.
Doch dann geschieht das Verbrechen und ungefähr die Hälfte der Bewohner von Stanbury wird auf brutalste Art und Weise einfach abgeschlachtet.
Nach und nach deckt Jessica Geheimnisse über ihren Mann und deren Freunde Tim und Leon auf, findet die brutale Wahrheit heraus und wie und warum das Verbrechen geschehen konnte. Beendet das langjährige Schweigen und Wegschauen der Freunde...

Der Roman hat es in sich und hat mich zutiefst berührt. Es geht um Freundschaft, Lügenkonstrukte, Wahrheit und das Schweigen zwischen Freunden. Themen, die mich persönlich sehr berühren, da eine langjährige Freundschaft bei mir an Lügen und viel zu viel Schweigen zerbrach.
Zwar sind viele Dinge in der Geschichte leicht zu durchschauen, aber halt auch nicht alle. Es ist verdammt spannend bis zum Schluss - ich konnte teilweise echt nicht aufhören zu lesen. Die Autorin schaffte es mal wieder mit Bravour, dass ich mich in fast jede Figur gut hineinversetzen konnte. Vor allem aber in Jessica und Ricarda.
Zwischendurch erfährt man auch mal in Form eines Tagebucheintrags von Ricarda, was passiert ist... Und während man über Tim fast die ganze Zeit nichts weiß, wird aber auch seine Persönlichkeit anhand seiner "Promotion" am Ende aufgeklärt.
Das machte das Ganze abwechslungsreich und interessant.
Was mir persönlich auffiel: Im Laufe des Lesens dieses Romans, schlüpfte ich automatisch in  die Rolle der Jessica - obwohl der Roman nicht in der Ich-Form geschrieben wurde. (Bis auf die Tagebucheinträge und die "Promotion" ...)
Man fühlte, überlegte, grübelte und fieberte mit Jessica total mit und war am Ende froh, dass das Grauen endlich ein Ende hatte.
Charlotte Links Schreibstil ist nach wie vor locker und flockig. Allerdings auch nicht zu einfach.
Den Titel hat sie super gewählt. Noch nie war ein Romantitel für mich so glasklar, so logisch und gleichzeitig aber auch so bedeutsam.

Das Buch hat mich schlicht umgehauen und ich kann diesen super Krimi getrost jedem weiterempfehlen!

Kommentare:

  1. Das macht ja dann gerade ein gutes Buch aus, dass man sich als Leser in die Rolle des Protagonisten versetzen kann. Und das geht natürlich auch, wenn der Roman nicht in der Ich-Form geschrieben ist. Charlotte Link beherrscht das gut, da kann ich nur zustimmen.

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    1. Ohh, danke für deinen Kommentar. :) Das freut mich.
      Ich höre oft bzgl Charlotte Link, dass man nur ein Buch zu kennen brauch und man kennt alle von ihr. Aber das finde ich eigentlich nicht. :/
      Und das hier hat mich ganz besonders berührt.

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